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Spielstätte BBZ-Forum

Gerd-Köster-Str. 4

26919 Brake

Bühnenbüro der NDB

Breite Straße 41

04401 8295042

26919 Brake


Ute Seyberth

Bühnenleiterin

Tel: 04401-79619

uteseyberth@web.de

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Historische Fotos

Im Jahr 1931 feierte die Stadt Brake (Unterweser) ihr 75jähriges Jubiläum.

Zahlreiche Veranstaltungen fanden aus diesem Anlass statt, u. a. auch eine Freilichttheateraufführung auf der Weserinsel Harriersand. Alma Rogge hatte hierfür das Stück – Rudolf Brommy – Der Ersten Deutschen Flotte Admiral – geschrieben.

Nach großem Erfolg traf sich eine Reihe von Mitwirkenden am 23.02.1932 zu einer Versammlung der Spielabteilung im Bade- und Fremdenverkehrsverein.


Dies war die Geburtsstunde der Niederdeutschen Bühne Brake e. V..

 

Das Protokoll der Gründungsversammlung befindet sich heute noch im Bühnenarchiv. Unter den Gründungsmitgliedern war auch Karl Bunje, der auch bis zu seinem berufsbedingten Wegzug im Jahr 1937 Spielleiter war.

Das 1. Stück der Bühne war im Gründungsjahr „Dat Lock in`n Tuun“. Spielstätte war zu der Zeit das Central-Theater. Später gab es auch Gastspiele in der gesamten Wesermarsch und auch noch darüber hinaus. Die Spielzeit 1934/1935 erlebte die Wel­turaufführung von „De Etappenhas“ im Beisein des Autors Karl Bunje. Insgesamt 8.930 Zuschauer sahen die insgesamt 26 Aufführungen.

 

Auch in den folgenden Jahren hatte die Bühne eine stetig steigende Aufwärtsentwicklung, bis es 1944 zu einer kriegsbedingten zweijährigen Pause kam.

In der Spielzeit 1947/1948 war es dann wieder ein Stück von Karl Bunje, mit dem die Bühne einen Zuschauerrekord aufstellte. 30.731 Besucher sahen „Up Düvels Schuvkar“, ein Ergebnis, dass bis heute nicht wieder erreicht wurde. Die auswärtigen Gastspiele, die den Mitwirkenden enorm viel Zeit abverlangten, wurden mit einem eignen Bus, der „Oma“ absolviert und wurden bis Anfang der 70-iger Jahre durchgeführt.

 

Eine Wandlung im Freizeit- und Medienbereich ließ die Nachfrage stetig schrumpfen. Zur Qualitätssteigerung wurden auch schon früh Gastregisseure verpflichtet, erstmals in der Spielzeit 1958/1959 Hasso Degener für das Stück „In`n Mahlgang“. Diese stetige Arbeit mit Berufsregisseuren – fast alle für den Bühnenbund tätigen Regisseure haben auch schon in Brake gearbeitet – dürfte auch dazu beigetragen haben, daß die Bühne 3-mal den 1. Preis des Willy-Beutz-Schauspielpreises gewinnen konnte.

 

Auch im Bereich der Freilichtinszenierungen hat sich die Braker Bühne engagiert. Aus Anlass des 450 jährigen Jubiläums des Nachbarortes Ovelgönne wurde dort 1964 das Freilichtstück – 450 Jahre Ovelgönne – aufgeführt. 25 Jahre später gab es hiervon eine Neuauflage mit dem Titel – 475 Jahre Ovelgönne -. Der größte Erfolg in diesem Bereich konnte dann 1998 erzielt werden. Ingo Sax schrieb das Stück - Brommy – Die Freiheit der Meere -. Werner Michaelsen hat das Stück in Szene gesetzt. Gespielt wurde die Geschichte des ersten deutschen Admirals unter dem Motto: Theater am Strom.


Seit über 30 Jahren widmet sich die Bühne auch ganz besonders dem Nachwuchs und den jüngeren Zuschauern. 1970 wurde als erstes Märchen „Frau Holle“ gespielt. Diese Märcheninszenierungen in der Adventszeit sind bis heute beibehalten worden und viele der mitwirkenden Kinder sind der Bühne als Spieler erhalten geblieben. Heute gibt es neben den Märcheninszenierungen auch zwei Jugendgruppen, die „Fleutjepieper“ und die „Spökenkieker“, die auch öffentliche Auftritte haben und so behutsam an das Theaterspielen und die plattdeutsche Sprache herangeführt werden. Seit 1974 ist ständige Spielstätte die Forumsbühne im Berufsbildungszentrum (BBZ) des Landkreises Wesermarsch. Das erste dort gespielte Stück war „Dat Verlegenheitskind“. Nachdem die Bühne in der Spielzeit 1984/1985 das Abonnement einführte, umfaßt der Spielplan mittlerweile 3 niederdeutsche Inszenierungen und 1 hochdeutsches Märchen.

Auch an den Gemeinschaftsproduktionen des Niederdeutschen Bühnenbundes hat sich die Braker Bühne regelmäßig beteiligt, sei es durch Spieltermine oder auch die Abstellung von Mitwirkenden.


Bereits seit 1954 gibt es gute Kontakte und eine Zusammenarbeit mit dem Olden­burgischen Staatstheater. Karl-Heinz Krämer kümmerte sich über Jahrzehnte um Masken und Frisuren. August Ahlers, Heiko Bruns und Hans-Jügen Brunken zeich­neten für die Bühnenbilder verantwortlich. Aufgrund räumlicher Enge im Staatsthea­ter und zeitlicher Zwänge mußte diese Zusammenarbeit einge­stellt werden und die Bühne baute sich eine eigene Werkstatt, wo seitdem die Bühnenbilder von den Mitgliedern der Bühne selbst erstellt werden.


Maßgeblichen Anteil am stetig wachsenden Erfolg hatte neben vielen anderen Mit­gliedern Arnold Cordsen. Über 25 Jahre war er Bühnenleiter und ist heute Ehrenvor­sitzender. Daneben war er auch viele Jahre im Präsidium des Niederdeutschen Büh­nenbundes aktiv und ist dessen Ehrenpräsident. Die Nachfolge von Arnold Cordsen trat im Jahr 1993 Hans-Peter Blohm an. Peter Blohm hat die Bühne Brake auf dem Weg nach vorne angeschoben und seit Juni 2004 hat die Bühnenleiterin Doris Gomilar die Geschicke der Bühne, mit ihren inzwischen über 150 Mitgliedern, in der Hand.

 

Ute Seyberth, Buehnenleiterin seit 2016, leitet die NDB Brake mit viel Engagement und führt Vorstand, Mitglieder und Nachwuchs in eine moderne, zeitgemäße Theaterwelt.